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Die häufigsten Gründe, warum sich Männer und Frauen trennen


Im Jahr 2019 wurden in Deutschland 149.000 Ehen geschieden. Das waren ungefähr 1000 Scheidungen mehr als 2018.

Gut die Hälfte aller 2019 geschiedenen Ehen hatten minderjährige Kinder.

Hinter diesen nüchternen statistischen Zahlen steckt oft großes Leid, Trennungsschmerz, geplatzte Träume und Enttäuschung.

Mehr als die Hälfte des Trennungswunsches geht dabei von den Frauen aus.

Frauen haben oft höhere Ansprüche an eine Partnerschaft und kommen bei Unzufriedenheit eher ins Handeln als Männer.

NextLove, ein Datingportal hat eine Scheidungsumfrage gestartet bei der 43.000 Frauen zu ihren Scheidungsgründen befragt wurden.


Zehn Gründe, die Frauen für ihre Scheidung nannten:

Dabei wurde als Nummer eins als häufigster Grund verschiedene Lebensziele und unterschiedliche Zukunftsvorstellungen als Hauptgründe angegeben.


Den zweiten Platz belegte Untreue des Partners, gefolgt von drittens: Streit und Zank im alltäglichen Zusammenleben.


Ein unbefriedigendes Liebesleben und fehlende Intimität wurden an vierter Stelle genannt.

Viele Frauen wünschten sich ein aktiveres und erfüllteres Liebesleben.


Platz fünf belegen psychische Erkrankungen des Partners. Oft ist die Belastung einer solchen Erkrankung für die Partnerschaft einfach zu hoch und sie zerbricht daran.



Aber auch unzumutbares emotionales, finanzielles oder körperliches Fehlverhalten wurde als sechster Trennungsgrund genannt.


Der absolute Beziehungskiller für verheiratete Frauen liegt auf Platz sieben und ist die Langeweile in der Ehe. Man hat festgestellt, dass in einer ungefähr 10 Jahre bestehenden Ehe oft die berufstätigen Partner nicht mehr als 10 Sätze am Tag miteinander kommunizieren. Dabei erschöpft sich der verbale Austausch häufig in der Kommunikation um das Essen und das Fernsehprogramm.


Platz acht belegten Misshandlungen und häusliche Gewalt, ein Trennungsgrund, dem viel Schmerz und Leid, sowohl körperlich als auch seelisch vorausgegangen ist.


An neunter und zehnter Stelle wurden auch Haushalts – und Geldprobleme genannt, die als sehr belastend erlebt wurden und als Grund für eine Scheidung angeführt worden sind.


Warum aber lassen sich Männer scheiden?

Sind es die gleichen Gründe, die Frauen bewegen?


Der australische Eheberater Clinton Power hat untersucht, warum Männer sich trennen und dabei fünf Hauptpunkte herausfinden können.


Der erste Punkt: zu viele Konflikte

Männer sind oft konfliktscheuer als Frauen. Frauen wollen reden, Männer wollen eher handeln, das wissen wir spätestens seit dem Bestseller „Männer sind anders. Frauen auch.“ Verfasst von einem der bekanntesten Paar- und Familientherapeuten aus Kalifornien Dr. John Gray.

Wenn Männer immer wieder kritisiert werden, machen sie zu, schalten auf Durchgang und gehen irgendwann.

Es ist enorm wichtig, eine gute gemeinsame Gesprächsgrundlage in der Partnerschaft zu finden und die Gefühle und Wünsche des Partners zu kennen und zu verstehen.


Als Punkt zwei wurde genau das Gegenteil von Männern genannt: Gar keine Konflikte

Männer wollen keine Frau, die zu allem „Ja“ sagt und Differenzen totschweigt. Das tut keiner Beziehung auf Dauer gut und führt zu emotionaler Entfremdung und im schlimmsten Fall zur Trennung.


3. Zu wenig Intimität

Männer deprimiert es, wenn es in der Ehe kein Sexualleben mehr gibt und kaum noch Intimität stattfindet. Nicht selten fühlen sie sich dadurch abgewertet und in ihrer Männlichkeit verletzt. Das führt zu Frust, der bis zur Scheidung führen kann.


4. Fremdgehen der Partnerin

Ähnlich wie bei den Frauen ist dies ein Punkt, der beide an der Ehe zweifeln lässt. Betrogen zu werden, zieht einen enormen Vertrauensverlust nach sich und stellt außerdem einen heftigen Angriff auf das Selbstbewusstsein des betrogenen Partner/in dar.


5. Fehlende Anerkennung

Jeder Mensch braucht Anerkennung und Wertschätzung, natürlich besonders von dem Menschen, den er liebt. Wenn Männer sich nicht genug wertgeschätzt fühlen, wendeten sie sich häufig anderen Frauen zu, um dort, die Anerkennung und Wertschätzung zu bekommen, die sie bei ihren Frauen vermissten. Auch dieser Punkt führte zur Trennung.


Fazit

Wenn man sich diese traurige Favoritenliste anschaut, wird man feststellen, dass es sich oft bei den Trennungsgründen durchaus nicht um spektakuläre Ereignisse handelt, sondern oft um banale Alltagsdinge, die sich einschleichen und sukzessive die Liebesbeziehung zerstören.

Die Kunst besteht darin, tatsächlich im Gespräch zu bleiben und sich nicht nur über die Alltagsdinge auszutauschen. Fragen sie sich doch einmal: Weiß ich wirklich, was meinen Partner zur Zeit bewegt, höre ich ihm/ihr wirklich noch aktiv zu? Nehme ich Anteil an seinem Leben, seinen Problemen und Sorgen und teile und feiere ich auch seine Freuden und Erfolge? Sage ich immer noch 100% JA zu meinem Partner? Gibt es noch Stunden, die trotz Alltag, Arbeitsstress und Kindern nur uns gehören?

Wie ist unsere Kommunikation, wenn es gegensätzliche Meinungen und Auffassungen gibt. Streiten wir sinnlos und drehen uns dabei immer nur im Kreis oder gibt es tatsächlich gute Konfliktgespräche, die unsere Beziehung voran bringen?

Bin ich immer noch der Meinung, dass ich zwar für meine Karriere, für meinen Fitnesslevel, für die Pflege meiner Freundschaften, für meine Hobby Zeit investieren und etwas tun muss, aber dass meine Beziehung ein Selbstläufer ist, nach dem Motto: „Einmal richtig verliebt, das hält für immer!“ ?

Wir bekommen in unserem Leben nichts geschenkt, auch nicht das Beziehungsglück, nach dem sich viele Menschen sehnen. Eine Beziehung wird von alleine schlechter, nichts bleibt so, wie es am Anfang war. Unser Leben ist Veränderung. Das Glück liegt oft in den kleinen Dingen.

Deshalb seien Sie achtsam, besonders mir den Menschen, die ihrem Herzen ganz nahe sind.

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