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Die vier Phasen einer Trennung

... und was eine Trennung mit uns und unseren Gefühlen macht


Was macht eine Trennung mit uns?

Eine Trennungserfahrung machen zu müssen, ist immer schmerzlich, besonders für den, der

verlassen wird.

Aber auch der Partner, der sich trennt, hat bereits einen Leidensweg hinter sich. Er ist nur schon einen Schritt weiter, als derjenige der verlassen wird und hat sich schon auf die neue Situation, die durch eine Trennung entsteht, mental eingestellt.

Wenn man verlassen wird, erkennt man sich oft nicht wieder, so elend, hilflos und einsam fühlt man sich in seinem Schmerz.

Die Gefühle von Hilflosigkeit, Angst, Wut, Trauer erfassen sowohl die Seele als auch den Körper.

Jeder Mensch, der sich emotional an einen anderen Menschen oder auch an ein Tier bindet, wird diesen schmerzlichen erschütternden Verlust erleben, egal aus welchen Gründen er sich von ihnen trennen musste.

So führt auch die Trennung von einem Partner durch den Tod unweigerlich zu diesen negativen Gefühlen.

Dabei ist eines diesem Prozess immer gemeinsam: das Loslassen. Das fällt vielen Menschen schon bei alltäglichen Dingen oft schwer, umso mehr bei der Trennung von einem geliebten Menschen.

Das vorherrschende Gefühl in dieser Phase ist die Trauer.

Es gibt 4 Phasen der Trennungserfahrung., die Männer und Frauen gleichermaßen durchlaufen:

Phase 1: Nicht-Wahrhaben-Wollen

Nach einer Trennung sind wir wie vor den Kopf gestoßen. Wir können es nicht fassen, wenn wir am nächsten Tag erwachen, hoffen wir, nur einen schlechten Traum gehabt zu haben.

Wir verleugnen und ignorieren die endgültige Trennung.

• Sie bitten ihren Partner es noch einmal zu versuchen, nehmen alle Schuld auf sich, versprechen sich zu ändern…

• Sie schreiben Whatsapp Nachrichten oder Briefe, um ihm zu beweise, wie sehr Sie ihn lieben.

• Sie kontrollieren ihn und arrangieren „zufällige Treffen“ bei denen Sie sich um besondere Attraktivität bemühen…

• Sie verleugnen die Trennung vor ihren Bekannten

• Sie lassen in der Wohnung alles unverändert, denn Sie hoffen immer noch auf seine Rückkehr

Ihre Gefühle wechseln zwischen Hoffnung, Verzweiflung, Wut auf den Partner und auf sich selbst und damit beginnt die Phase 2

Phase 2: Die Gefühle brechen auf

Dieses ist eine besonders schwierige Phase in der Bewältigung der Trennung, weil die Hoffnung auf ein Wieder-Zusammenkommen gestorben ist.

Dementsprechend fühlen Sie sich, Hin und Her gerissen zwischen Hilflosigkeit, Verzweiflung, Einsamkeit, Angst und den Wut- und Hassgefühlen auf den Partner, der Ihnen das alles angetan hat.

Sie können sich nicht vorstellen, jemals wieder glücklich zu sein.

Das Gedankenkarussell um die vergangenen schönen Stunden mir ihrem Partner hört sich nicht auf zu drehen.

Dabei bemerken Sie nicht, dass Sie die Beziehung idealisieren und blenden alle Kritikpunkte aus.

Oft sind Sie in der Opferhaltung.

Aber gegen Ende dieser Phase haben Sie das Schlimmste überstanden und erblicken ein Licht am Ende des Tunnels.

Phase 3: Neuausrichtung

Sie können sich wieder auf Ihren Alltag und Ihren Beruf konzentrieren.

Sie haben die Gedanken an eine Wiedervereinigung aufgegeben, auch die Verbitterung Ihrem Partner gegenüber nimmt ab.

Sie denken nicht mehr an „meinen Mann oder meine Frau“, sondern an Ihren „EX-Partner“. Sie können wieder lachen und Freude an der Ausübung Ihres Hobbys und beim Treffen mit Freunden empfinden.

Sie haben erkannt, es gibt auch ein Leben danach.

Sie sind auf einem guten Weg in die Phase 4

Phase 4: Das neue Lebenskonzept

Inzwischen können Sie Ihre vergangene Beziehung realistisch sehen, sind sich der Gründe der Trennung bewusst und können Sie akzeptieren.

Sie behalten die schönen Seiten der Partnerschaft in liebevoller Erinnerung, ohne dabei traurig zu werden.

Sie haben gelernt, Ihre eigenen Stärken zu finden, haben neue Fähigkeiten an sich entdeckt.

Sie haben eine neue Freiheit gewonnen, die Freiheit, Sie selbst zu sein.

Ihnen ist jetzt bewusster, was Sie sich in einer neuen Partnerschaft wünschen und wo Sie keine Kompromisse mehr eingehen wollen.

Sie können anderen Menschen wieder Vertrauen und sich einlassen.

Muss nun jeder diese 4 Phasen durchlaufen?

Grundsätzlich ja, dabei kann aber die Dauer und tiefe dieser Phasen differieren, weil jede Partnerschaft und jeder Mensch anders sind.

Es gibt aber auch Menschen, die nicht die Stärke haben, sich einer Trennung zu stellen, lieber wieder in die Beziehung zurück gehen, in der Sie oft unzufrieden oder sogar unglücklich bleiben.

Andere werden in Ihrer Opferhaltung stecken bleiben, in der Vergangenheit leben oder dem Partner Rache schwören und versuchen, ihm das Leben schwer zu machen.

Einige werden ganz schnell in eine neue Beziehung flüchten, um so ein Trostpflaster auf Ihre Wunden zu kleben und den Schmerz nicht spüren zu müssen.

Sie alle werden nie das Gefühl erfahren, welche große Chance in einer Trennung steckt, für die eigenen persönliche Entwicklung, aber auch für eine neue glückliche erfüllte Beziehung auf Augenhöhe.

Jeder Mensch, der sich diesen 4 Phasen stellt, wird dabei sein eigenes individuelles Tempo entwickeln.

Ganz wichtig ist es, nicht in einer dieser Trauerphasen stecken zu bleiben.

Ihnen sollte Ihr seelisches Wohlbefinden wichtig sein und deshalb ist es in so einer Situation oft gut, sich kompetente Hilfe zu suchen.

So werden Sie die Trennungskrise schneller überwinden, Ihr Selbstbewusstsein stärken, an Ihrer Persönlichkeit arbeiten, um so einen Partner in Ihr Leben zu ziehen, der wirklich zu Ihnen passt.

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