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Kennen Sie die Dealbreaker Ihrer Beziehung?

Aktualisiert: 7. Nov 2020


und warum sie zur Trennung führen können


Standards sind das Fundament einer Beziehung. Nach dem letzten Podcast erreichte mich mehrere Fragen nochmals zur Festlegung der Standards.

Was dabei für Sie wichtig ist, entscheiden Sie ganz alleine beziehungsweise mit ihrem Partner.

Es gibt keine genormten Standards, worauf der eine vielleicht großen Wert legt, ist dem anderen egal.

Machen Sie sich eine Liste, die so praktisch sein sollte, wie möglich, nicht überzogen oder unangemessen.

Vielleicht haben Sie schon aus der vorherigen Beziehung7en gelernt und wissen nun genau, was Sie so nicht mehr wollen. Hier noch mal ein paar Beispiele für Standards, die vielleicht auch auf Ihrer Liste stehen könnten:

  • Ich möchte, dass mein Partner tierlieb ist


  • Ich möchte mit meinem Partner Kinder haben.


  • Ich erwarte, dass wir uns die Hausarbeit teilen.

  • Ich erwarte, dass mein Partner auf ein gepflegtes Äußeres achtet

  • Ich möchte nicht, dass mein Partner regelmäßig Abende mit seinen Kumpels in der Kneipe verbringt

  • Ich möchte auf WhatsApp Nachrichten innerhalb von 3 Stunden eine Antwort haben

  • Ich erwarte eine bestimmte handwerkliche Geschicklichkeit

  • Ich wünsche mir, dass mein Partner mich schon ab und zu einmal mindestens einmal im Monat zum Essen einlädt


  • ich möchte 3x in der Woche meinen Partner sehen ( wenn Sie nicht zusammen wohnen)

  • Zum Geburtstag oder zu Weihnachten erwarte ich von meinem Partner Geschenke, die mir wirklich Freude machen sollen und keine Haushaltsgeräte zum Beispiel

Die sind Beispiele für alltägliche Standards als Eckpfeiler einer Beziehung. Wenn ein Pfeiler mal etwas wackelt, wird die Beziehung nicht gleich zusammenbrechen.

Standards sind verhandelbar.

Trotzdem ist es sehr wichtig, darüber zu reden. Es wird immer Eigenschaften geben, die Sie Ihrem Partner nicht abgewöhnen können und mit denen man sich einfach arrangieren muss. Das sind dann die so genannten verhandelbaren Standards oder Sie entscheiden sich, nach einer Testphase, also der Kennenlernphase, keine langfristige enge Beziehung mit diesem Mann oder dieser Frau einzugehen.

Wie schon gesagt in den meisten Beziehungen sind beide Partner bereit, über die Standards zu reden, beziehungsweise die Standards sind verhandelbar...

anders als die so genannten Dealbreaker. Dieses Wort: "Dealbreaker" kommt aus dem Englischen und lässt sich ganz einfach ins Deutsche mit dem Wort "Vertragsbruch" übersetzen.

Auch wenn Sie keinen direkt notariellen Vertrag mit Ihrem Partner eingegangen sind, sagt das Wort schon, dass hier etwas gebrochen, zerbrochen ist und zwar durch ein Verhalten Ihres Partners, das Sie auf keinen Fall tolerieren wollen, beziehungsweise können.

Auch bei den Dealbreakern ist es ganz wichtig, sich eine Liste zu machen.


Dealbreaker ist ein Verhalten Ihres Partners, dass Sie in keiner Weise akzeptieren

können oder wollen, weil es vollkommen widersprüchlich zu Ihren eigenen

Erwartungen und zu Ihren Werten steht.


Dealbraeker zerstören Ihr Vertrauen in die Beziehung und machen die Liebe kaputt.


Machen Sie sich auch eine Liste mit Ihren Dealbreakern.

Erinnern Sie sich an vorher gegangene Beziehungen, an welcher Stelle haben Sie gesagt: „Jetzt reicht es, es ist genug!“ und haben die Beziehung beendet. Was wollen Sie in eine Liebes Beziehung nicht wieder erleben?

Stellen Sie jetzt Ihre Liste zusammen

zum Beispiel können Dealbreaker folgendes sein:

  • Lügen, Betrug


  • Fremd gehen

  • Grenzüberschreitungen, Gewalt gegen Sie oder sogar gegen ihre Kinder

  • Andauerndes Sexlosigkeit

  • Fernbleiben des Partners über Nacht oder sogar über mehrere Tage, ohne Absprache

  • Vulgäre und verletzende Beschimpfungen

  • Dein Partner steht nicht zu dir, zum Beispiel bei Familienstreits

  • Dein Partner setzt seinen Kindern oder seinen Eltern keine Grenzen und lässt zu, dass sie sich in ihrer Paarbeziehung einmischen.

  • Übermäßiger Alkoholkonsum


Vielleicht leben Sie im Moment in einer Beziehung, in der Ihre Standards bereits häufig verletzt worden und es ist jetzt sozusagen zu Krönung, noch zu einem oder vielleicht auch mehreren Dealbreakern gekommen. Es geht Ihnen schlecht damit und trotzdem denken Sie vielleicht, dass ich gut reden kann. So leicht ist es doch nicht, eine Beziehung zu verlassen.

Ja, und damit haben Sie vollkommen recht. Glauben Sie mir, das weiß ich sehr gut aus eigenen Erfahrungen, ich habe nicht nur einen vergeblichen Kampf gekämpft, um eine Beziehung, die ich schon viel eher verlassen hätte sollen.

Wir entwickeln manchmal eine erstaunliche Leidensfähigkeit und nach dem Motto, die Hoffnung stirbt zuletzt, halten wir an der Beziehung fest, obwohl wir jeden Tag spüren, dass sie uns überhaupt nicht gut tut.

Analysieren Sie Ihre bestehende Beziehung

Wenn Sie sich nach einem Dealbreaker nicht sofort trennen können, geben Sie sich nochmals 30 Tage Zeit, um Ihre Beziehung genau unter die Lupe zu nehmen und zu analysieren.

Schreiben Sie unter anderem für jeden Tag auf:

was zehrt an mir, was hat mich heute in meiner Beziehung genährt.


Welche schönen Momente und Gefühle gab es heute mit meinem Partner?


Was habe ich als negativ in meiner Beziehung erlebt?


Notieren Sie auch jeden Tag, ob es erneute Verletzung Ihrer Standards gab oder eventuell sogar Dealbreaker.

Legen Sie auf einer Skala von 1-10 fest, wie sie den Tag insgesamt einschätzen, eins sollte dabei ganz schlecht sein und zehn auf der Bewertungsskala wunderbar.

Nach einem Monat sollten Sie die Aufzeichnung in Ihrem Tagebuch analysieren, um herauszufinden, wie viel schöne Momente beziehungsweise wie viel Schmerzmomente hat es in dieser Zeit gegeben.


Wie hat sich Ihre Beziehung in diesem Monat entwickelt?

Investierst nur Sie in die Partnerschaft?

Oder haben Sie bemerkt, dass auch Ihr Partner sich wirklich bemüht, um positive Veränderungen in ihrer Partnerschaft zu erreichen?

Nach einem Monat können Sie entscheiden, ob Sie Ihre Partnerschaft weiterführen wollen oder ob Sie die Partnerschaft verlassen möchten. Natürlich ist es auch möglich, wenn Sie sich noch unschlüssig sind, einen weiteren Analyse Monat durchzuführen.

Manchmal hilft es auch, um sich noch klarer zu werden, sich seine Wunsch-

Beziehung aufzuschreiben.


Wie stellen Sie sich ihre Traum Beziehung vor? Wie wollen Sie mit ihrem Partner zusammen leben?

Was wünschen Sie sich am meisten in einer Beziehung?

Was erwarten Sie von einem Partner?

Was sind Sie selbst bereit zu geben ?

Auch ein Realitätscheck des Partners ist oft sehr hilfreich.


Auf der einen Seite eines Blattes Papier schreiben Sie alle Eigenschaften untereinander auf, die Sie sich von Ihrem Partner wünschen.

Dann setzen Sie hinter jede notierte Eigenschaft ein Pluszeichen , wenn ihr Partner diese Eigenschaft hat oder ein Minuszeichen, wenn er sie nicht hat.


Anschließend zählen Sie die + Zeichen zusammen und schreiben das Ergebnis unten auf das Blatt.

Dann notieren Sie die Anzahl der - Zeichen und zählen auch diese zusammen.


Zu welchem Ergebnis kommen Sie?

Diese Ergebnisse vergleichen Sie dann mit ihrer Monatsanalyse.

Das ist sozusagen eine Ist/Soll Bestandsaufnahme Ihrer Beziehung.


Mir hat gerade diese Analyse, also wie wünsche ich mir in einer Beziehung zu leben

und wie lebe ich im Moment tatsächlich in meiner Partnerschaft

oft sehr geholfen die Dinge ganz klar zu sehen und ich weiß,

dass ich zweimal sehr erschrocken darüber war, wie groß

die Differenz zwischen dem Ist-Zustand und dem Sollzustand also dem Zustand,

wie ich mir eigentlich meine Beziehung vorgestellt hatte, war.

Dieser Schlüsselmoment hat mich dann letztendlich bewogen, diese

unbefriedigende verletzende Beziehung konsequent zu beenden.


Das ist sicherlich eine Entscheidung, die keine innerhalb von wenigen Stunden fällen kann. Sondern es ist ein Weg, den es sich aber lohnt zu gehen, weil jeden Tag,

den wir nicht zufrieden und glücklich verbringen können, ist verschenkte Lebenszeit.

Und so lohnt es sich so manches Mal, den steinigen Weg einer schmerzlichen Trennung zu gehen, um letztendlich das Leben zu führen, was man sich wünscht in einer glücklichen und erfüllten Beziehung, in der jeder die gemeinsamen Standards einhält und es keine Dealbreaker gibt.

Denken Sie immer daran, das Leben ist die Summe unserer Entscheidungen. Es ist nicht möglich, sich nicht zu entscheiden.

Auch, wenn Sie eine leidvolle Beziehung weiter ertragen und nichts ändern, haben Sie sich entschieden, in dieser Beziehung zu bleiben.

Sie ganz allein sind für Ihr Leben verantwortlich und entscheiden, wie Sie mit dem wunderbaren Geschenk Ihres Lebens umgehen und was Sie daraus machen.


Vergessen Sie bei allem nicht, dass uns nur eine begrenzte Zeit auf dieser Erde zur Verfügung steht.

Wenn Sie sich vielleicht gerade in einer schwierigen Situation befinden, dann

vereinbaren Sie einfach einen Termin für ein kostenloses

Orientierungsgespräch oder schreiben mir auch gerne eine

email an info@aufwindpraxis.de


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