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Zwei gravierende Fehler, die zur Trennung führen können

und was Sie noch über die fünf Phasen der Liebe wissen sollten...


In der ersten Phase der Verliebtheit passiert ganz oft der größte Fehler, der dann später zu großem Trennungsschmerz führen kann: wir glauben, dass diese wunderbare Phase der Verliebtheit immer anhalten wird. Eigentlich wissen wir aus vergangenen Beziehungen, dass das nicht so ist, aber sind wir frisch verliebt, sind wir der festen Überzeugung, dass es dieses Mal ganz anders sein wird und wir endlich den richtigen Partner gefunden haben.

Der zweitgrößte Fehler ist zu glauben, dass nach dem Verliebtsein die Liebe schwächer wird oder sogar ganz verschwunden ist.

Viele Paare erkennen nicht, dass die erste Phase der Liebe vorbei ist und man nun in die zweite Phase wechselt. Nicht umsonst unterscheidet man zwischen Verliebtsein und Liebe.


Wir unterscheiden 5 Phasen der Liebe, in keiner Beziehung kann man eine dieser Phasen überspringen und auch die Reihenfolge lässt sich nicht verändern. Leider schaffen es heute immer weniger Paare, alle Phasen der Liebe zu durchlaufen, weil sie sich sehr häufig schon vorher trennen, was oft mit viel Kummer und Schmerz verbunden ist.


1. Phase: die Verliebtheit

In dieser Phase ist unser Verstand so gut wie ausgeschaltet. Wir haben Schmetterlinge im Bauch, schweben auf Wolke sieben und sehen unseren Partner durch die sogenannte rosa rote Brille. Wir können uns nicht vorstellen, jemals mit unserem Partner in Streit zu geraten, schließen so gut wie aus, dass er uns je verletzen könnte. Wir meinen, nun endlich unsere "zweite Hälfte", genau den richtigen Partner gefunden zu haben, nach dem wir schon so lange gesucht haben.

Wissenschaftlich gesehen haben wir dieses Hochgefühl der Verliebtheit einem Hormoncocktail zu verdanken und dabei spielt mehr das Gehirn eine Rolle als unser Herz, welches wir so gerne als Liebessymbol sehen.

Der Hypothalamus , die wichtigste Hormonquelle im Gehirn überschwemmt in der prickelnden Phase der Verliebtheit unser Gehirn mit dem Botenstoff Dopamin, man bezeichnet ihn auch als Glückshormon, der im Gehirn ähnliche Zustände wie bei einer Sucht auslöst.

Das Verliebtsein und das damit verbundene sexuelle Begehren funktionieren in der gleichen Weise im Gehirn, als wenn Menschen von Drogen abhängig werden, wie die Neurowissenschaftlerin Stephanie Cacioppovon der Universität in Genf 2012 in der Hirnforschung zur romantischen Liebe feststellen konnte.

Wen wundert es da, dass nach ungefähr drei bis 20 Monaten, wenn diese Phase endgültig vorbei ist, die große Ernüchterung eintritt. Viele Paare steigen bereits an diesem Punkt aus der Beziehung aus. Sie verunsichert und irritiert, wenn das Kribbeln im Bauch plötzlich verschwindet. Dabei sollte man gerade in dieser Phase begreifen, dass kein Verliebtheitsgefühl, egal mit wem, ewig anhält und das am Ende des gemeinsamen Weges durch die unterschiedlichen Phasen der Liebe, eine erfüllte und tiefe Liebesbeziehung stehen kann.


2. Phase: die Verliebtheit ist vorbei

... und zwar unwiderruflich. Plötzlich fallen uns immer häufiger Eigenschaften, Verhaltensweisen, Ticks bei unserem Partner auf, die wir in der Phase der Verliebtheit nicht wahrgenommen haben. Hat sich unser Traumpartner derart verändert? Es hatte sich doch genau richtig angefühlt.

Höchstwahrscheinlich ist er schon immer der Mensch gewesen, den Sie jetzt erst richtig kennenlernen und er Sie natürlich auch. Das hängt einmal mit der selektiven Wahrnehmung in der Verliebtheitsphase zusammen, das heißt, wir haben all das unbewusst ausgeblendet, was uns an unserem Traumpartner nicht gefallen hat und zum anderen zeigt jeder gerade am Anfang einer Liebesbeziehung nur seine besten Seiten. Das heißt die Anteile an der Persönlichkeit Ihres Partners, die Ihnen nicht gefallen, lernen Sie erst jetzt kennen, weil sie nach und nach sichtbar werden. so entdecken wir immer mehr Eigenschaften, die uns nicht gefallen.

Wir erkennen immer mehr Unterschiede, wir üben Kritik und werden kritisiert. Die wunderbare Leichtigkeit ist verschwunden und macht einer Enttäuschung Platz.

Oft fühlt man sich in dieser Phase hin und her gerissen: es gibt durchaus Verbindendes, aber auch das Trennende wird immer mehr sichtbar.

In dieser Phase trennen sich die meisten Paare, was ein großer Fehler sein kann, denn man weiß erst nach drei bis vier Jahren, ob man wirklich zueinander passt.

Die Phase der Verliebtheit ist vorbei, aber die wahre Liebe kann wachsen, wenn beide an der Beziehung arbeiten wollen, Kompromisse eingehen, den Partner so akzeptieren wie er ist, denn keiner ist frei von Fehlern und Macken.


3. Phase: Beziehungskrisen, Streit, Rechthaberei

Die Überschrift lässt es schon ahnen, die dritte Beziehungsphase nicht viel besser als die Zweite. Immer wieder gibt es Streit, häufig geht es dabei um Macht- und Konkurrenzkämpfe und um die alltäglichen Dinge des Zusammenlebens. Jeder will Recht haben und ein Einigung ist oft nicht möglich.

Das Gefühl, seinen Traumpartner gefunden zu haben, der einem selbst so ähnlich schien, ist längst verschwunden. Im Gegenteil, das Trennende gewinnt immer mehr an Gewicht, und wir denken ganz häufig darüber nach, die Beziehung zu beenden.

Aber wer in dieser Phase durchhält, sich auf das Positive in der Beziehung konzentriert, den Partner so akzeptieren und lieben lernt, wie er nun mal ist, der wird mit einer wirklich

liebe-vollen Beziehung belohnt.


4. Phase: Wir als Paar, aber auch DU und ICH

In dieser Phase kennt man seinen Partner wirklich gut, man weiß, wie er tickt und hat sich mit den kleineren und vielleicht auch größeren Macken arrangiert. Man weiß das Schöne und Verbindende, was man in der gemeinsamen Beziehung hat, zu schätzen.

Die Energie, die man früher für Streits und Auseinandersetzungen benötigte, setzt man jetzt für die eigenen Persönlichkeitsentwicklung ein. Beide Partner entwickeln sich weiter und so lernt man auch neue Seiten seines Gegenübers kennen und schätzen. Die Partner unterstützen sich gegenseitig, finden genug Raum für sich selbst, ohne sich als Paar aus den Augen zu verlieren.

Manchmal kann es in dieser Phase, wenn beide beruflich sehr stark engagiert sind, nicht leicht sein, die Ballance zwischen dem "ICH", "DU" und "WIR" zu halten.

Es gelingt umso besser, wenn man gemeinsamen Interessen oder Hobbys nach geht, die beiden am Herzen liegen.


5.Phase: Wir sind bei einander angekommen

Diese letzte Phase der Liebe ist die schönste, vertrauteste und tiefste Phase einer Beziehung.

Wer diese Phase erreicht, hat die wahre Liebe erlebt. Der Partner ist wirklich zur zweiten Hälfte geworden. Alle Höhen und Tiefen einer Beziehung sind durchlebt. Man kennt seinen Partner genau, hat gemeinsame Schicksalsschläge durchlebt, die weiter zusammengeschweißt haben. Jeder hat erfahren, dass er sich blind auf den anderen verlassen kann. Mit den Schwächen des Partners hat man gelernt umzugehen, es gibt keine Kämpfe mehr und man hat eine eigene gemeinsame Streitkultur entwickelt, die in keiner Weise eine Bedrohung für die Partnerschaft darstellt. Man fühlt sich angekommen und bei seinem Partner zu hause.

Oft werden in dieser Phase neue gemeinsame Ziele gefunden oder man setzt sich gemeinsam für Dinge ein, die beiden am Herzen liegen.

Leider wird diese wunderschöne Phase der Beziehung heute kaum noch erreicht.

Die meisten Paare trennen sich in den ersten drei Beziehungsphasen. Fehlende Akzeptanz, fehlendes Verständnis und Empathie für den anderen sind oft die Ursachen und Folgen für großen Trennungsschmerz.

Auch glauben viele Menschen in der heutigen Zeit des online Datings schnell einen neuen und hoffentlich besseren Partner zu finden und somit den Liebeskummer infolge einer Trennung schnell überwinden zu können.

Dabei wird häufig vergessen, dass man sich ja selbst immer mitnimmt und so ist man auch in der neuen Partnerschaft schnell wieder an dem Punkt, wo man über Trennung nachzudenken beginnt.





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